Schätze der Biblioteca Apostolica Vaticana - Biblica
AnfrageSchätze der Biblioteca Apostolica Vaticana - Biblica
Briefe des hl. Petrus
Papyrus Bodmer VIII, Ägypten 3. Jh.
Briefe des hl. Paulus
Cod. Vaticanus B, Caesarea 4. Jh.
Evangelist Johannes
Barberini-Evangeliar, Barb.lat. 570, England 8. Jh.
Johannesevangelium (Beginn)
Lorscher Evangeliar, Pal.lat. 50, Aachen 9. Jh.
Initiale L (Beginn Matthäusevang.)
Evangeliar, Ottob.lat. 79, Nordfrankreich 9. Jh.
Gebet Jesajas
Altes Testament/Buch der Könige, Vat.gr. 755, Konstantinopel 11. Jh.
Thronender Herrscher
Evangeliar Heinrichs II., Ottob.lat. 74, Regensburg 11. Jh.
Geburt Christi und Zierseite
Matthäusevangelium, Tetraevang. d. Johannes II. u. Alexios Komnenos, Urb. gr. 2, Konstantinopel 1122–1142
Evangelist Markus
Tetraevangelium, Vat.copt. 9, Kairo 13. Jh.
Vierzig Märtyrer
Evangelienlektionat, Vat.sir. 559, Ninive 13. Jh.
Psalmen
Altes Testament, Ross. 556, Rom 1293/1294
Hl. Hieronymus
Bibel des Niccolò d‘Este, Barb.lat. 613, Ferrara 1430–1434
DAS VERMÄCHTNIS BIBLIOPHILER PÄPSTE
Auch wenn bereits im Mittelalter die päpstliche Bibliothek neben derjenigen der Sorbonne die bedeutendste Büchersammlung war, so war die eigentliche Gründung der Biblioteca Apostolica Vaticana ein Ereignis der Renaissance: Papst Nikolaus V. (1447–1455) war bedeutender Humanist und Büchersammler. Er legte den Grundstock der Vatikanischen Bibliothek als Gelehrten zugänglichem Forschungsinstitut. Heute verfügt die BAV über rund 80 000 Handschriften, 100 000 Archivalien, 1,6 Millionen gedruckten Büchern, 150 000 Grafiken, 150 000 Fotografien sowie 300 000 Münzen und Medaillen.
DIE ERWERBUNGEN
Der fundamentale Bibliotheksneubau unter Sixtus V. (1585–1590), in dem sich die Bibliothek heute noch befindet, wurde über die Jahrhunderte Heimstatt phänomenaler Neuzugänge von unglaublichem Wert: 1623 erwarb Gregor XV. (1621–1623) die berühmte Heidelberger Biblioteca Palatina, die »Mutter der deutschen Bibliotheken«. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts kamen die Büchersammlungen der Herzöge von Urbino und der Königin Christine von Schweden hinzu. Im 18. Jahrhundert gelang der Rückkauf der 3000 Manuskripte umfassenden Sammlung des Papstes Alexander VIII. (Pietro Ottoboni, 1689–1691). Es folgten die Barberini-Sammlung (rund 12 000 Handschriften) und der Bücherschatz des Giovanni Francesco de Rossi.
BIBLICA
Der Vatikan ist das Zentrum der katholischen Christenheit. Es verwundert also nicht, dass ein wesentlicher Teil der Sammlungsaktivität der Heiligen Schrift und ihren unterschiedlichen Überlieferungen gilt.
Die „Bibelkassette“ vermittelt mit zwölf Blättern aus neun Jahrhunderten einen repräsentativen, breit gefächerten Überblick über die einzigartigen Bestände der Biblioteca Apostolica Vaticana. Die Auswahl reicht vom frühchristlichen Papyrus (mit der ältesten Überlieferung der Petrusbriefe) bis hin zur prunkvollen Renaissancebibel des Niccolò d’Este und umfasst auch Bibelhandschriften aus den byzantinischen, koptischen, arabischen und hebräischen Kulturkreisen.
DIE KASSETTE
Die auf 1995 Exemplare limitierte Faksimile-Kassette Große Bibliotheken der Welt – Biblioteca Apostolica Vaticana – umfasst zwölf beidseitig bedruckte, in Passepartouts eingelegte Blätter. Sie wurden mit größter Sorgfalt nach den Originalen in der Vatikanischen Bibliothek gefertigt. Wo immer historisch gerechtfertigt, wurden die Blätter mit Echtgold veredelt. Die Kassette selbst misst ca. 38 x 52 x 8,7 cm und ist mit feinstem, bordeauxrotem Rindsleder bezogen. Geschmückt ist die Kassette mit einer Reproduktion des berühmten Paschalis-Kreuzes aus dem 9. Jahrhundert. Es wurde in dieser Größe exklusiv für die Vatikan-Kassette gefertigt. Das eingelegte Kommentarheft stammt von Dr. Christine Maria Grafinger, Handschriftenkuratorin in der Vatikanischen Bibliothek.
Steckbrief
Biblioteca Apostolica Vaticana - Biblica | |
| Entstehungsjahr | 9. – 15. Jahrhundert |
| Entstehungsort | |
| Bibliothek | Biblioteca Apostolica Vaticana, Vatikanstadt |
| Umfang | 12 Blätter |
Die Edition
Biblioteca Apostolica Vaticana - Biblica | |
| Format der Kassette | 38cm x 52cm x 8,7cm |
| Limitierung | 1995 Exemplare |
| Bucheinband | Kassette |
| Verlag | Faksimile Verlag |
Fragen und Antworten
Wann wurde die Biblioteca Apostolica Vaticana gegründet, und wer legte den Grundstein dafür?
Die Biblioteca Apostolica Vaticana wurde während der Renaissance von Papst Nikolaus V. (1447–1455) gegründet. Er war ein bedeutender Humanist und Büchersammler und machte die Bibliothek zu einem Forschungsinstitut für Gelehrte.
Welche außergewöhnlichen Sammlungen wurden im Laufe der Jahrhunderte von der Vatikanischen Bibliothek erworben?
Zu den bedeutendsten Erwerbungen zählen die Biblioteca Palatina (1623), die Sammlungen der Herzöge von Urbino und Königin Christine von Schweden im 17. Jahrhundert sowie die Barberini-Sammlung mit etwa 12.000 Handschriften.
Wie ist die Vatikanische Bibliothek in Bezug auf Bestände heute aufgestellt?
Die Biblioteca Apostolica Vaticana verfügt über rund 80.000 Handschriften, 1,6 Millionen gedruckte Bücher, 100.000 Archivalien, 150.000 Grafiken, 150.000 Fotografien sowie 300.000 Münzen und Medaillen.
Was macht die „Bibelkassette“ der Biblioteca Apostolica Vaticana besonders?
Die Bibelkassette bietet einen Überblick über die biblischen Bestände der Bibliothek mit Blättern aus neun Jahrhunderten, darunter frühchristliche Papyrusfragmente und Manuskripte aus byzantinischen, koptischen, arabischen und hebräischen Traditionen.
Welche Merkmale zeichnen die Faksimile-Kassette der Biblioteca Apostolica Vaticana aus?
Die Kassette besteht aus zwölf detailgetreuen Blättern in Passepartouts, die teilweise mit Echtgold veredelt wurden. Sie ist mit bordeauxrotem Rindsleder bezogen, misst ca. 38 x 52 x 8,7 cm und ist mit einer Reproduktion des Paschalis-Kreuzes aus dem 9. Jahrhundert verziert.
Welche Rolle spielte die Biblioteca Apostolica Vaticana für die Verbreitung des Wissens im Mittelalter?
Schon im Mittelalter war die päpstliche Bibliothek eine der bedeutendsten Büchersammlungen neben der Sorbonne. Sie diente als Wissenszentrum und spielte eine zentrale Rolle bei der Erhaltung und Weitergabe von Manuskripten und heiligen Texten.
Wer ist die Hauptautorin des Kommentarhefts zur Faksimile-Kassette, und was ist ihre Expertise?
Das Kommentarheft wurde von Dr. Christine Maria Grafinger verfasst, einer Handschriftenkuratorin der Vatikanischen Bibliothek. Sie ist Expertin für die Analyse und Konservierung historischer Manuskripte.
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